Sommercamp der IV. Internationale

Montag 17. September 2007 von RSB/IV. Internationale

Über 400 Jugendliche kamen nach Barbaste in Südfrankreich um sich auf dem 22. Sommercamp der IV. Internationale auszutauschen und internationale Aktivitäten zu planen. Seit 1984 organisieren Jugendliche aus ganz Europa, die mit der IV. Internationale sympathisieren, ein internationales antikapitalistisches Sommercamp. In der Woche vom 23.-29.7.2005 war es wieder soweit. Zum 22. Camp kamen Jugendliche aus 15 verschiedenen Ländern.

Schon zum zweiten Mal in der Geschichte des Sommercamps fand dieses in Barbaste, auf einem Campingplatz der größten französischen Gewerkschaft CGT statt. Die über 400 jungen Revolutionäre/Innen kamen zumeist aus den bei jedem Camp stark vertretenen europäischen Sektionen der IV. Internationale, wie z.B. Frankreich, Spanischer Staat, Italien. Dieses Jahr war es aber auch einigen GenossInnen aus den Philippinen, Südkorea, Marokko, Venezuela usw. gelungen am Camp teilzunehmen. Sie berichteten über die sozialen Auseinandersetzungen in ihren Herkunftsländern und regten eine gemeinsame Diskussion an, wie die revolutionär-sozialistische Jugend Europas die Kämpfe in den unterentwickelt gehaltenen Ländern unterstützen kann. Als erstes Ergebnis dieser Überlegungen starteten einige GenossInnen auf dem Camp die Initiative für eine Brigade der IV. Internationale nach Venezuela im nächsten Jahr.

Das französische „Non“

Insgesamt gab es viel Platz um Erfahrungen aus den alltäglichen politischen Kämpfen auszutauschen, sich in marxistischer Theorie zu bilden und gemeinsam neue Perspektiven für eine andere Welt zu entwickeln. Besondere Schwerpunkte des diesjährigen Camps waren „Internationalismus und Antirassismus“, „Jugendbewegung und soziale Bewegung“, „Ökologie und Kultur“, „Frauen und LGBT“, „Globaler Kapitalismus und globale Kämpfe“ und „Wie verändern wir die Welt“. Jeder Tag hatte ein solches Schwerpunktthema, zu dem es dann verschiedene Einführungsforen, Workshops und marxistische Schulungskurse gab. CampteilnehmerInnen die in speziellen Bereichen politisch aktiv sind, hatten zudem die Möglichkeit in besonderen Workshops (permanent workshops) sich mit anderen auszutauschen die eine ähnliche politische Arbeit leisten. Es gab permanent Workshops zu den Themen „Bildung“, “Ökologie“, „Europäisches Sozialforum“ und „Palästina“. In den Diskussionen mit den anderen europäischen Sektionen wurde immer wieder festgestellt, wie ähnlich die Situation in den verschiedenen Ländern ist und wie wichtig es deshalb ist, weiter an einer Vernetzung zu arbeiten und den Erfahrungsaustausch zu verbessern. So kam es auch zu einigen konkreten Ergebnissen, wie z. B. einer gemeinsamen Mobilisierung gegen die Privatisierung der Hochschulen und den weiteren Umbau von Bildung zu einer Ware zum internationalen Tag der Studierenden am 17. November. Das zentrale und wahrscheinlich am meisten diskutierte Thema in den verschiedenen Veranstaltungen und in unzähligen informellen Gesprächen zwischen den CampteilnehmerInnen war aber sicherlich das französische „Non“ zur EU-Verfassung. Mit Erfolg hatten die französischen GewerkschafterInnen, die GenossInnen der LCR/JCR und viele weitere linke Parteien und Organisationen in Frankreich für ein linkes NON beim Referendum zur neoliberalen EU-Verfassung gekämpft. Doch auch für Kultur und Party war in den sechs Tagen internationalen Austauschs und Diskussion gesorgt. So überraschten die französischen GenossInnen mit Konzerten am Abend. Feierliche Höhepunkte waren sicherlich wieder einmal die Frauenparty und die LBGT-Party (Lesbisch-Bisexuell-Schwul-Transgender), die allen die Möglichkeit geben sollte, ihr soziales Geschlecht und ihre Sexualität zu hinterfragen.

Bilder vom Sommercamp 2005


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